17.12.2014 von Stefanie Hablützel

«Keine Chance ohne Whistleblower und Öffentlichkeitsgesetz»

Zwei investigative Geschichten haben 2014 für besonderes Aufsehen gesorgt: Korruption beim Seco und Offshore-Dickicht der Berner Steuerbehörde. Ein Erzählcafé gab Einblick in die Arbeitsweise von Christian Brönnimann und Pascal Schumacher.


Den JournalismusTag14 in Winterthur verpasst? Mitglieder von investigativ.ch können die Skripts der beiden Erzählcafés unter "Veranstaltungen" nachlesen. 

Wie ein Krimi habe sich die Recherche zweitweise angefühlt, sagte Christian Brönnimann (Der Bund / Tagesanzeiger) am JournalismusTag14 in Winterthur. Die Recherche zum Korruptionsfall beim Staatssekretariat für Wirtschaft hatte vor über zwei...

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10.12.2014

Aserbaidschan verhaftet kritische Journalistin

Am Freitag, 5. Dezember 2014 hat ein aserbaidschanisches Gericht die Verhaftung der investigativen Journalistin Chadidscha Ismajilowa angeordnet. Dem Regime war sie schon lange verhasst. investigativ.ch schliesst sich dem internationalen Protest gegen ihre Verhaftung an.


Der offizielle Haftgrund lautet, Ismajilowa habe einen freien Journalisten beinahe in den Selbstmord getrieben. Ihr drohen drei bis sieben Jahre Haft.

Die investigative Journalistin, die für die aserbaidschanische Ausgabe von Radio Free Europe / Radio Liberty arbeitet, war dem aserbaidschanischen Regime schon lange ein Dorn im Auge. Am Tag vor der Verhaftung veröffentlichte die Regierung ein...

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10.12.2014

Maulkorbartikel 293 StGB am Ende?

Journalisten und Journalistinnen, die aus geheimen amtlichen Akten zitieren, machen sich strafbar. Die Rechtskommission des Nationalrats möchte die problematische Strafbestimmung nun revidieren oder streichen.


Wer aus geheimen Akten «etwas an die Öffentlichkeit bringt, wird mit Busse bestraft.» So steht's – wenig elegant, aber sehr umfassend – im schweizerischen Strafgesetzbuch. Ein Freispruch ist nur möglich, wenn sich Medienschaffende mit der «Wahrung berechtigter Interessen» rechtfertigen können, und dafür hat das Bundesgericht die Latte sehr hoch gelegt.

Schon mehrfach haben Gerichte...

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21.11.2014 von Dominique Strebel

Quellenverrat

Die Vorratsdatenspeicherung erlaubt das Aufzeichnen von «Randdaten». Eigentlich müssten sie Kerndaten heissen.


Für einmal hat selbst Christoph Blocher geschlafen. Da ermittelt die Zürcher Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen Gehilfenschaft und Anstiftung zur Bankgeheimnisverletzung im Fall Hildebrand. Sie durchsucht im März 2012 sein Haus, beschlagnahmt Dokumente und Datenträger. Zuerst reagiert Blocher richtig, verlangt die Versiegelung und wehrt sich erfolgreich bis vor Bundesgericht: Die Strafverfolger...

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