21.10.2014 von habste

«Keine Chance ohne Whistleblower und Öffentlichkeitsgesetz»

Zwei investigative Geschichten haben 2014 für besonderes Aufsehen gesorgt: Korruption beim Seco und Offshore-Dickicht der Berner Steuerbehörde. Ein Einblick in die Arbeitsweise der beiden Journalisten.

 
Wie ein Krimi habe sich die Recherche zweitweise angefühlt, sagte Christian Brönnimann (Der Bund / Tagesanzeiger) am JournalismusTag14 in Winterthur. Die Recherche zum Korruptionsfall beim Staatssekretariat für Wirtschaft hatte vor über zwei Jahren begonnen. Ende Januar 2014 publizierte Brönnimann schliesslich den entscheidenden Artikel. 

Pascal Schumacher (SRF Rundschau) recherchiert aktuell...

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24.09.2014 von mh

Ständerat will Whistlerblower nicht besser schützen

Eigentlich hätten Whistleblower besser geschützt werden sollen. Die vom Ständerat verabschiedete Vorlage bewirkt das Gegenteil.

 
[Nachtrag am 14.11.2014: Die Rechtskommission des Nationalrats hat beschlossen, die Vorlage zur Überarbeitung an den Bundesrat zurückzuweisen.] 

Whistleblower in der Privatwirtschaft, die auf Missstände in Unternehmen aufmerksam machen, befinden sich in einem Dilemma – eingeklemmt zwischen Loyalitätspflicht dem Arbeitgeber gegenüber, mit deren Verletzung sie die Kündigung riskieren, und dem...

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08.09.2014 von Julian Schmidli

Grenzüberschreitend Recherchieren

An den zahlreichen Journalismus-Tagungen dieses Jahr tauchte ein Schlagwort immer wieder auf: Crossborder-Journalism. Gemeint sind damit in erster Linie Recherchen, die sowohl Redaktions- als auch Landesgrenzen sprengen. Die Beispiele dafür mehrten sich in den letzten Jahren. Jüngstes Beispiel: Die correct!v-Recherchen zu Kreditbetrügereien, an denen auch unser Autor beteiligt war.

 
Da gibt es einerseits strategische Kooperationen wie die Wikileaks Cables oder die Snowden-Files, wo einzelne Reporter exklusiven Zugang zu Dokumenten bekamen und auf ihr Land zugeschnittene Geschichten recherchierten. Andererseits gibt es eine wachsende Anzahl transglobaler Netzwerke, die sich projektorientiert auf Kooperationen einlassen. Beispiel dafür ist das International Consortium of...

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08.09.2014 von Charlotte Heer-Grau

Eine ungewöhnliche Debatte zum journalistischen Selbstverständnis an einem ungewöhnlichen Ort* – mit offenem Ausgang

Unter dem Titel «BR- oder PR-Journalismus? – (k)eine Debatte!» hatte die Vereinigung der Freien BerufsjournalistInnen FBZ zu einem medienpolitischen Diskurs am Runden Tisch geladen. Sechzehn profilierte Exponentinnen aus der Branche folgten dem Ruf und liessen sich auf dieses Experiment ein: Eine grosse, eine spannende, mutige und bewegte Debatte am Runden Tisch – Face to Face in der Shedhalle des alten Güterbahnhofs in Zürich.

Wie steht es heute um das journalistische Selbstverständnis in der Schweiz? Was bedeutet es, wenn immer mehr Journalistinnen und Journalisten die Seiten wechseln und für die PR-Branche arbeiten? Darf eine Journalistin überhaupt PR machen, oder verrät sie damit berufsethische Aspekte der Profession? Was heisst das, wenn die ProLitteris zum ersten Mal einen Preis für «guten Journalismus» vergibt und...

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