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Investigativ.ch berichtet über aktuelle Entwicklungen, neue Tools und Veranstaltungen zur Recherche, aber auch über Höchstleistungen, Ärger und Freuden der Investigativen.

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04.09.2012

Wie ARD, BBC und CNN Inhalte aus dem Social Web verifizieren

Wie können Inhalte aus Social Networks verifiziert werden? Diese Frage versuchte Konrad unlängst in einer dreiteiligen Serie (http://konradweber.ch/angebot/news-verifikation/) zu beantworten. Um die theoriebasierten Tipps aber sinnvoll umsetzen zu können, schaut man am besten jenen zu, die dies täglich machen: Ein Blick in die Newsrooms von ARD, BBC, CNN und weiteren Medienhäusern.

Ob der Tod von Osama bin Laden, die Notlandung eines Airbus-Flugzeuges auf dem Hudson River oder die Konflikte in Syrien: Stets sind es Bilder und Videos von Augenzeugen, die heutzutage als erste Informationen über Breaking News an eine breitere Öffentlichkeit gelangen. Diese Entwicklung zwingt Medienorganisationen in Zeiten unendlicher Fülle von verfügbaren digitalen Inhalten, sich noch...

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31.08.2012 von mh

Wie Comparis «L'Hebdo» zum Schweigen bringen wollte

Der Beitrag, den Comparis superprovisorisch verbieten liess, ist auf der «L'Hebdo»-Website (noch) nicht* zu finden. Hier ist er.

Wie verschiedene Medien heute melden, hat Comparis die Auslieferung des aktuellen «Hebdo» (30. August) mit dem Beitrag zum (erfolglosen) Hacking-Versuch eines Comparis-Mitarbeiters gegen das Bundesamt für Gesundheit superprovisorisch verbieten lassen. Weil die Hefte aber bereits unterwegs zu den Kiosken und Abonnent/innen waren, blieb das Verbot wirkungslos - zumindest für die Leser/innen der...

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27.08.2012

Computergestützte Recherche und geschmuggelte Leichenteile

Die NZZ berichtet darüber, wie Behörden, Journalisten und NGOs sich erfolgreich neuer Recherchemethoden bedienen.

Datenjournalismus ist in aller Munde; mit computergestützten Methoden lassen sich Datenmengen verarbeiten, die für eine konventionelle Recherche viel zu umfangreich wären. George Szpiro berichtet nun in der NZZ vom 22. August, wie solche Methoden erfolgreich gegen das organisierte internationale Verbrechen eingesetzt werden. 

Das erste Beispiel, von dem Szpiro berichtet, ist nicht etwa eine...

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16.08.2012 von Otto Hostettler

Handelsregister Zürich: Akten neu online

Das Handelsregister des Kantons Zürich ist neu komplett online abrufbar. Bisher musste man persönlich auf dem Handelsregister vorbeigehen, um Akten einer Firma konsultieren zu können.

Für Journalisten sind Gründungsstatuten, Ausfinanzierung/Beteiligung, Verträge, Abschlüsse und evt. Korrespondenzen besonders wertvoll, weil sie bei Recherchen wertvolle Fakten und Details liefern können. Neu sind die gesamten hinterlegten Akten aller 95’000 registrierten Firmen online einsehbar. Gratis und sofort.

Ausnahme: bei knapp 4'000 Firmen sind erst die Akten bis zur letzten...

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13.08.2012 von Joel Weibel

Staatsanwaltschaft schickt Gesuch um Einsicht in Strafbefehl an die Parteien

Ärgerlich – aber gesetzeskonform: Die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland behindert die Herausgabe eines Strafbefehls.

Am 23. September wird in Biel gewählt. Im Zusammenhang mit diesen Wahlen interessierte ich mich für eine in Biel politisch aktive Person, die vor einiger Zeit verurteilt wurde. Da kein Medium über das Urteil berichtet hat, wollte ich den Strafbefehl einsehen. 

Strafbefehle sind im Kanton Bern normalerweise dreissig Tage lang öffentlich zugänglich. Jede und jeder kann sie einsehen. Sind die...

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19.07.2012 von Dominique Strebel

Einstellungsverfügungen: Praxisänderung der Bundesanwaltschaft

Die Bundesanwaltschaft legt nun auch Einstellungsverfügungen nach Art. 53 StGB öffentlich auf und erlaubt Kopien, wenn Journalisten vor Ort in Bern Strafbefehle oder Einstellungsverfügungen einsehen. Ein Erfolg für investigativ.ch.

In keinem Kanton werden Einstellungsverfügungen derzeit öffentlich aufgelegt. Die Bundesanwaltschaft geht nun voran und passt sich - nach Intervention von investigativ.ch - dem neuesten Urteil des Bundesgerichts an: Im Entscheid zur Einsicht in die Einstellungsverfügung betreffend Fifa hat das höchste Schweizer Gericht festgehalten, dass Einstellungsverfügungen nach Art. 53 StGB (Wiedergutmachung)...

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16.07.2012 von Dominique Strebel

Strafbehörden foutieren sich ums Bundesgericht

Kantonale Behörden der Strafverfolgung halten Einstellungsentscheide geheim, obwohl die Verfassung Öffentlichkeit verlangt.

Wenn Strafbehörden ein eröffnetes Strafverfahren einstellen, ist dies ein richterlicher Freispruch. Wird eine solche Verfügung rechtskräftig, kommt dies laut Gesetz einem freisprechenden Endentscheid gleich.

Obwohl die Bundesverfassung öffentliche Urteilsverkündungen verlangt – ausser das Gesetz sehe Ausnahmen vor –, halten sich kantonale Strafverfolgungsbehörden nicht daran. In seinem aktuellen ...

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