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Aktuell

Investigativ.ch berichtet über aktuelle Entwicklungen, neue Tools und Veranstaltungen zur Recherche, aber auch über Höchstleistungen, Ärger und Freuden der Investigativen.

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04.12.2012

Wie der Ständerat doch noch transparent wird

Die offene Abstimmung ist ein Grundprinzip des Parlamentarismus. Wer qualifizierte Informationen sucht, trifft trotzdem auf hohe Hürden. Bestes Beispiel: Der Ständerat. Eben hat er es abgelehnt, auf elektronische Abstimmungen umzusteigen. Politnetz will gleichwohl etwas mehr Licht ins Stöckli bringen.

Ein Gastblog von Thomas Bigliel, Geschäftsführer Politnetz.

Bild: So stimmten die Ständerätinnen und Ständeräte über die parl. Initiative «Transparentes Abstimmungsverhalten» ab. Grafik: Politnetz.

Zugegeben: Dass der Ständerat im Halbdunkeln liegt, ist eine unbefriedigende Situation. Das liegt zum einen daran, dass sich die 46 Köpfe zählende Kammer in ihrem Aufbau seit 1848 kaum verändert hat...

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27.11.2012 von Martin Stoll

Droht ein Spektakel, killt das VBS Recherchen

Mehrere Wochen recherchierten wir im RechercheDesk von SonntagsZeitung und Le Matin Dimanche den Datenklau im Nachrichtendienst des Bundes (NDB). Als wir den NDB-Chef mit dem Vorfall konfrontierten und um einen Gesprächtermin baten, foulte das VBS schwer und publizierte eine Medienmitteilung.

Das Zwölfzeilencommuniqué verschickte das Verteidigungsdepartement (VBS) am Mittwoch, 26. September, kurz vor Büroschluss: Man habe einen Datenmissbrauch im Nachrichtendienst «dank Sicherheitskontrollen» verhindern können. Dass die Kommunikationsabteilung von Bundesrat Ueli Maurer darin die unangenehme Nachricht vom grössten Datenklau in der Geschichte des NDB in krasser Weise herunterspielte, ist...

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12.11.2012 von mh

Fundgrube: Der neue GIS-Browser des Kantons ZH

Geografische Daten online wunderbar aufbereitet.


Das Öffentlichkeitsprinzip in der Verwaltung verpflichtet Ämter, Informationen der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Wir haben an dieser Stelle bisher immer dann davon berichtet, wenn es Stunk gab, weil Ämter mit Informationen nicht herausrücken wollten.

Dass eine Verwaltung auch aktiv Daten zugänglich machen, ja sie attraktiv aufbereiten kann, zeigt der Kanton Zürich mit seinem neuen GIS-Browser...

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09.11.2012 von mh

Preiswürdiger investigativer Lokaljournalismus

Erstmals zeichnet das Netzwerk Recherche in Deutschland zwei Lokaljournalisten aus.

Seit 2002 vergibt unsere Schwesterorganisation Netzwerk Recherche in Deutschland seinen «Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen». Dieses Jahr wurden mit René Wappler von der Spremberger Rundschau und Wolfgang Kaes vom Bonner General-Anzeiger erstmals zwei Lokaljournalisten mit dem Preis beehrt. «Beide Kollegen haben gezeigt, dass es keine Frage des Blattes ist, für das man schreibt, ob...

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26.10.2012 von Dominique Strebel

Sieg für Transparenz bei Zürcher Strafbefehlen

Der Zugang zu Strafbefehlen und Einstellungsverfügungen wird im Kanton Zürich schneller und billiger. Die Zürcher Staatsanwälte verzichten in Zukunft darauf, die Stellungnahmen der Betroffenen einzuholen. Ein Sieg für Justizblog und das Recherchenetzwerk investigativ.ch

Kleine Rückblende: Ab 2011 luden die Zürcher Staatsanwälte die Betroffenen zur Stellungnahme ein, wenn Medien ein Gesuch um Einsicht in einen Strafbefehl oder eine Einstellungsverfügung stellten. Die Betroffenen waren danach berechtigt, gegen den Einsichtsentscheid des Staatsanwaltes Beschwerde zu führen – bis ans Bundesgericht. Deshalb dauerte die Einsicht in die Einstellungsverfügung im Fall Nef...

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24.10.2012 von mh

Keine Beugehaft für standfesten Journalisten

Das Zürcher Obergericht hatte dem Journalisten Karl Wild mit Beugehaft gedroht, weil er eine Quelle nicht preisgeben wollte. Nun muss Wild aber nicht in den Knast.

Karl Wild hat mit seinen Recherchen für die Sonntagszeitung den früheren Armeechef Roland Nef zu Fall gebracht. Darauf wurde der Stadtzürcher Polizist Fredi Hafner in einem Indizienprozess wegen Amtsgeheimnisverletzung verurteilt. Wild bezeugte darauf, seine Informationen nicht von Hafner erhalten zu haben; er beharrt aber bis heute darauf, den wahren Informanten zu schützen. Dafür hat ihm das...

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15.10.2012 von mh

Youtube-Kanal für investigativen Journalismus

Das Center for Investigative Reporting (CIR) hat einen YouTube-Kanal für investigativen Journalismus eingerichtet: The I files. Dort sollen in Kooperation mit großen Medienhäusern und Journalistenschulen investigative Reportagen veröffentlicht werden – wie beispielsweise diese Dokumentation über Frauenhandel in Osteuropa.

Kontakt: Julia B. Chan

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