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Aktuell

Investigativ.ch berichtet über aktuelle Entwicklungen, neue Tools und Veranstaltungen zur Recherche, aber auch über Höchstleistungen, Ärger und Freuden der Investigativen.

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11.07.2012 von mh

Blatter wusste von Schmiergeldzahlungen

Das Beharren auf Einsicht in die Einstellungsverfügung in Sachen Fifa/ISL hat sich gelohnt.

Der Gast an unserer letzten Vereinsveranstaltung, Jean-François Tanda, hat berichtet, wie er seit Jahren zur Fifa recherchiert – zunächst für den Tages-Anzeiger, nun für die Handelszeitung. Unter anderem recherchierte er zur Korruptionsaffäre um die Zuger Sportmarketingfirma ISL. 

Die Zuger Staatsanwaltschaft hat das Verfahren im Mai 2010 eingestellt. Tanda und weitere Journalisten, unter ihnen...

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11.07.2012 von Alex Baur

Es geht auch zügig

Obwohl das Bundesgericht Strafbefehle und Einstellungsverfügungen Strafurteilen gleichsetzt und damit der Öffentlichkeit zugänglich macht, zieren sich die Strafverfolger bisweilen bei der Herausgabe. Dass es auch in vernünftiger Frist geht, zeigt die Staatsanwaltschaft Basel Stadt.

Stein des Anstosses war ein Artikel in der Weltwoche vom 24. Mai 2012 mit dem Titel „Szenen aus dem Basler Sex-Filz“. Im Zentrum des Berichtes standen die persönlichen und wirtschaftlichen Verstrickungen zwischen einem in der Politik und in seiner Branche gut vernetzten Milieu-Wirt aus Kleinbasel und der Chefin jener Verwaltungsabteilungen beim Bau- und Verkersdepartement (BVD), die...

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06.07.2012 von mh

Vom Scheitern lernen

Der neue Band der nr Werkstatt ist da.

Wir sind alle stolz auf unsere gelungensten Recherchen. Doch manchmal fällt man auf die Nase. Und das sind mitunter die besonders lehrreichen Geschichten. Netzwerk Recherche, unsere deutsche Schwesterorganisation, widmet den jüngsten Band ihrer nr Werkstatt dem Misserfolg: «Tunnelblick. Woran Recherchen scheitern können».

Die nr Werkstatt ist wie immer als PDF gratis zum Download eingestellt.

Au...

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25.06.2012 von Florian Imbach / mh

Die geheime Welt der Polizeiverbände und die Macht von Zürich

Ein Dreh wird kurzfristig abgesagt. Und von einem Tag auf den anderen bekommt ein Journalist bei keinem Polizeikorps mehr Auskunft. Was ist geschehen?

Es begann mit einer Recherche zum Thema Taser. Mein Kollege und ich fanden heraus, dass die Elektroschockpistole in der Schweiz längst nicht mehr nur von Sondereinsatzkommandos eingesetzt, sondern in zahlreichen Gemeinden bereits im täglichen Patrouillendienst mitgeführt wird. Ich hatte einen mehrstündigen Reportagedreh mit der Wetziker Stadtpolizei vereinbart, die mir und damit dem Zuschauer den...

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13.06.2012

Recherchejournalisten unter einem Dach

In der Schweiz soll ein neues Kompetenzzentrum für journalistische Recherche entstehen. Vor allem Lokalzeitungen und regionale Medien sollen davon profitieren.

Gemeinsam mit dem MAZ – Die Schweizer Journalistenschule will der Verein investigativ.ch seine bisherigen Aktivitäten ausbauen. Geplant ist eine neue Plattform für Lokaljournalismus, die Wissen, Ideen und Rechercheansätze für Stories vermittelt. Die bestehenden Plattformen investigativ.ch und Öffentlichkeitsgesetz.ch sollen unter ein Dach kommen und von einer gemeinsamen Geschäftsstelle betrieben...

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12.06.2012

Schädliches Öffentlichkeitsprinzip?

Das Öffentlichkeitsprinzip ist eine gute Sache, und hierzulande kämpfen wir höchstens damit, dass es zu restriktiv gehandhabt wird. In den USA gibt es aber eine Tendenz, es zum Schaden der staatlichen Wissenschaft zu missbrauchen.

Brennende BP-Ölplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko. BP behindert Ozeanologen, die die Schäden der Ölkatastrophe von 2010 untersuchen, durch exzessive Offenlegungs-Forderungen. Bild: Wikimedia, Creative Commons

Philip Mirowski, US-amerikanischer Ökonom, Politologe und Wissenschaftsforscher an der University of Notre Dame, Indiana, berichtet in seinem Buch «Science-Mart. Privatising...

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06.06.2012

Transparency International: «Keine Transparenz in Schweizer Politlandschaft»

Transparency International, die NGO gegen Korruption, stellt der Schweiz in ihrem heute erscheinenden Bericht kein gutes Zeugnis aus.

Der Bericht «Money, Politics, Power: Corruption risks in Europe» fasst die Analysen von Institutionen aus 25 europäischen Ländern, darun­ter die Schweiz, zusammen und präsentiert die wichtigsten Ergebnisse zum Stand der Korruptions­prävention und -bekämpfung in Europa. Als zentralen Punkt für die Schweiz nennt die Studie die fehlende Transparenz in der Politiklandschaft.

Die Schweizer Sektion von...

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