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Aktuell

Investigativ.ch berichtet über aktuelle Entwicklungen, neue Tools und Veranstaltungen zur Recherche, aber auch über Höchstleistungen, Ärger und Freuden der Investigativen.

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27.08.2012

Computergestützte Recherche und geschmuggelte Leichenteile

Die NZZ berichtet darüber, wie Behörden, Journalisten und NGOs sich erfolgreich neuer Recherchemethoden bedienen.

Datenjournalismus ist in aller Munde; mit computergestützten Methoden lassen sich Datenmengen verarbeiten, die für eine konventionelle Recherche viel zu umfangreich wären. George Szpiro berichtet nun in der NZZ vom 22. August, wie solche Methoden erfolgreich gegen das organisierte internationale Verbrechen eingesetzt werden. 

Das erste Beispiel, von dem Szpiro berichtet, ist nicht etwa eine...

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16.08.2012 von Otto Hostettler

Handelsregister Zürich: Akten neu online

Das Handelsregister des Kantons Zürich ist neu komplett online abrufbar. Bisher musste man persönlich auf dem Handelsregister vorbeigehen, um Akten einer Firma konsultieren zu können.

Für Journalisten sind Gründungsstatuten, Ausfinanzierung/Beteiligung, Verträge, Abschlüsse und evt. Korrespondenzen besonders wertvoll, weil sie bei Recherchen wertvolle Fakten und Details liefern können. Neu sind die gesamten hinterlegten Akten aller 95’000 registrierten Firmen online einsehbar. Gratis und sofort.

Ausnahme: bei knapp 4'000 Firmen sind erst die Akten bis zur letzten...

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13.08.2012 von Joel Weibel

Staatsanwaltschaft schickt Gesuch um Einsicht in Strafbefehl an die Parteien

Ärgerlich – aber gesetzeskonform: Die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland behindert die Herausgabe eines Strafbefehls.

Am 23. September wird in Biel gewählt. Im Zusammenhang mit diesen Wahlen interessierte ich mich für eine in Biel politisch aktive Person, die vor einiger Zeit verurteilt wurde. Da kein Medium über das Urteil berichtet hat, wollte ich den Strafbefehl einsehen. 

Strafbefehle sind im Kanton Bern normalerweise dreissig Tage lang öffentlich zugänglich. Jede und jeder kann sie einsehen. Sind die...

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19.07.2012 von Dominique Strebel

Einstellungsverfügungen: Praxisänderung der Bundesanwaltschaft

Die Bundesanwaltschaft legt nun auch Einstellungsverfügungen nach Art. 53 StGB öffentlich auf und erlaubt Kopien, wenn Journalisten vor Ort in Bern Strafbefehle oder Einstellungsverfügungen einsehen. Ein Erfolg für investigativ.ch.

In keinem Kanton werden Einstellungsverfügungen derzeit öffentlich aufgelegt. Die Bundesanwaltschaft geht nun voran und passt sich - nach Intervention von investigativ.ch - dem neuesten Urteil des Bundesgerichts an: Im Entscheid zur Einsicht in die Einstellungsverfügung betreffend Fifa hat das höchste Schweizer Gericht festgehalten, dass Einstellungsverfügungen nach Art. 53 StGB (Wiedergutmachung)...

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16.07.2012 von Dominique Strebel

Strafbehörden foutieren sich ums Bundesgericht

Kantonale Behörden der Strafverfolgung halten Einstellungsentscheide geheim, obwohl die Verfassung Öffentlichkeit verlangt.

Wenn Strafbehörden ein eröffnetes Strafverfahren einstellen, ist dies ein richterlicher Freispruch. Wird eine solche Verfügung rechtskräftig, kommt dies laut Gesetz einem freisprechenden Endentscheid gleich.

Obwohl die Bundesverfassung öffentliche Urteilsverkündungen verlangt – ausser das Gesetz sehe Ausnahmen vor –, halten sich kantonale Strafverfolgungsbehörden nicht daran. In seinem aktuellen ...

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11.07.2012 von mh

Blatter wusste von Schmiergeldzahlungen

Das Beharren auf Einsicht in die Einstellungsverfügung in Sachen Fifa/ISL hat sich gelohnt.

Der Gast an unserer letzten Vereinsveranstaltung, Jean-François Tanda, hat berichtet, wie er seit Jahren zur Fifa recherchiert – zunächst für den Tages-Anzeiger, nun für die Handelszeitung. Unter anderem recherchierte er zur Korruptionsaffäre um die Zuger Sportmarketingfirma ISL. 

Die Zuger Staatsanwaltschaft hat das Verfahren im Mai 2010 eingestellt. Tanda und weitere Journalisten, unter ihnen...

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11.07.2012 von Alex Baur

Es geht auch zügig

Obwohl das Bundesgericht Strafbefehle und Einstellungsverfügungen Strafurteilen gleichsetzt und damit der Öffentlichkeit zugänglich macht, zieren sich die Strafverfolger bisweilen bei der Herausgabe. Dass es auch in vernünftiger Frist geht, zeigt die Staatsanwaltschaft Basel Stadt.

Stein des Anstosses war ein Artikel in der Weltwoche vom 24. Mai 2012 mit dem Titel „Szenen aus dem Basler Sex-Filz“. Im Zentrum des Berichtes standen die persönlichen und wirtschaftlichen Verstrickungen zwischen einem in der Politik und in seiner Branche gut vernetzten Milieu-Wirt aus Kleinbasel und der Chefin jener Verwaltungsabteilungen beim Bau- und Verkersdepartement (BVD), die...

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