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Aktuell

Investigativ.ch berichtet über aktuelle Entwicklungen, neue Tools und Veranstaltungen zur Recherche, aber auch über Höchstleistungen, Ärger und Freuden der Investigativen.

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25.05.2012 von dos

Unzuverlässiges Handelsregister

Das Handelsregister führt 400 Revisionsstellen auf, die entweder keine Zulassung haben oder deren Eintrag nicht mehr aktuell ist. Dies ist das erstaunliche Resultat einer Untersuchung der Revisionsaufsichtsstelle des Bundes.

Ich liebe die NZZ. Denn dort kann man immer noch auf neue relevante Themen stossen. Die alte Tante wird im Zeitalter des Copy/Paste-Journalismus zur eigentlichen Fundgrube. So zum Beispiel am 19. April 2012 ganz versteckt im Equity-Bund.

Man reibt sich die Augen: Die Revisionsaufsichtstelle des Bundes (RAB), die es seit 2007 gibt, hat die zugelassenen Revisionsstellen mit jenen abgeglichen, die...

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21.05.2012

Uni Zürich - UBS: Geheimvertrag? «Ähem, nein»

Die Uni Zürich versichert, ihre Unabhängigkeit sei in der Zusammenarbeit mit der UBS vertraglich gesichert. Glauben sollen wir das blind.

Hundert Millionen Franken zahlt die UBS, damit die Uni fünf Lehrstühle sowie das «UBS International Center for Economics in Society» (was für ein Name! als könnte es eine Ökonomie ausserhalb der Gesellschaft geben) einrichte. Die akademische Freiheit sei «vertraglich drei- und vierfach abgesichert», sagte der designierte Leiter des neuen UBS-Instituts, Ernst Fehr, gegenüber der NZZ. Ich will das...

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21.05.2012

«Bild»-Journalisten: Preis für investigativen Journalismus legitim?

Der renommierte Henri-Nannen-Preis geht 2012 unter anderem an zwei «Bild»-Journalisten, die zum «Fall Wulff» recherchiert haben. Einige Stimmen zur großen Kontroverse.

Dürfen Rechercheure des Boulevardblatts «Bild» für ihre investigative Leistung preisgekrönt werden; dürfen sie das insbesondere, wenn sie damit einen Politiker zu Fall gebracht haben, den die selbe Zeitung jahrelang hochgeschrieben, ja mit dem sie eine recht eigentliche «Geschäftsbeziehung» unterhalten hatte? Der Henri-Nannen-Preis geht 2012 unter anderem an Nicolaus Harbusch und Martin Heidemanns...

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07.05.2012 von dos

Recherchemethodik in 8 Schritten

Florian Klenk, Jurist und investigativer Rechercheur aus Wien, sprach in Bern über Public Watchdogs, die den Schosshunden und Hyänen vorzuziehen seien, und über seine goldenen Regeln der Recherche.

Florian Klenk, stellvertretender Chefredaktor des Falter und einer der Star-Rechercheure Österreichs, hat in Bern ein Loblied auf die Recherche im Stile der "Old School" gesungen: Informanten first, direkte Gespräche vor Ort, legal zugängliche Dokumente. Journalisten wie er seien noch ohne Internet aufgewachsen und hätten deshalb ein Handwerk gelernt, das viele digitale Journalisten heute gar...

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05.05.2012

Agendasetting muss Sache der Journalisten sein!

Zusammenfassung des Referats von Beat Balzli, Chefredaktor Handelszeitung, anlässlich der GV des Vereins investigativ.ch am 4. Mai 2012 in Zürich.

Verfügen die Medien noch über die eigene Lufthoheit, oder lassen sie sich ihre Geschichten von Spin Doctors diktieren? Sind wir Journalisten passiv, abhängig von einer gut organisierten Primeur-Industrie, und verpassen wegen des süßen Gifts der Primeurs die wirklich wichtigen Geschichten? Erfüllen wir noch die einzige Existenzberechtigung und hohe Schule der Medien: das Agendasetting?, fragte Beat...

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25.04.2012 von mh

ETH Lausanne - Nestlé; Uni Zürich - UBS: Geheimverträge

Die WOZ will Verträge zwischen den ETH und Lehrstuhl-Sponsoren sehen. Die ETH Lausanne sagt, diese enthielten Geheimhaltungsklauseln. Auch die Uni Zürich will ihren Vertrag mit der UBS nicht offen legen. Mit «guter Wissenschaftlicher Praxis» ist das nicht vereinbar.

«Transparenz» ist in den Wissenschaften ein Zauberwort. Aber wie halten es die Forschungsbetriebe selber damit? Für die WOZ habe ich bei den beiden ETH die Probe auf’s Exempel gemacht; von der Uni Zürich wollte ich den Vertrag mit der UBS über 100 Mio. Franken einsehen.

In Lausanne verlangte ich mit Berufung auf das BGÖ Einsicht in Verträge mit Nestlé betreffend zwei «Nestlé Chairs». Der Antrag...

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23.04.2012

Spurenlos googeln

Google ist unverzichtbar, aber wer googelt, hinterlässt Spuren. Aber nicht zwingend.

Ixquick betreibt den neuen Service Startpage, mit dem man Google-Ergebnisse bekommt, ohne von Google ausgeforscht zu werden. Damit kann man anonymisierte Google-Ergebnisse bekommen: Keine Aufzeichnung der IP Adresse des Nutzers, kein Speichern seiner Suchanfragen, keine Verwendung von Tracking Cookies. Auch der Lokalisierungsfilter von Google und das Tracking, auf welche Treffer der Ergebnismenge...

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