Drucken

Aktuell

Investigativ.ch berichtet über aktuelle Entwicklungen, neue Tools und Veranstaltungen zur Recherche, aber auch über Höchstleistungen, Ärger und Freuden der Investigativen.

RSS

25.11.2011 von Thomas Angeli

Wie es sein könnte: «The Proxy Platform»

Monatelang haben die Mitglieder des «Organized Crime and Corruption Reporting Project» über das organisierte Verbrechen in Osteuropa recherchiert. Das Ergebnis ist eindrücklich.

Es begann mit einem Streit unter Geschäftspartnern. Im Jahr 2008 zeigte ein rumänischer Pneuhändler drei Partner an, weil sie ihn angeblich über eine Offshore-Gesellschaft names Tormex um rund 437 000 Dollar betrogen haben sollen. Bei der Untersuchung entdeckten die Behörden allerdings wesentlich grössere Beträge. Allein über ein Tormex-Konto in Lettland waren über 680 Millionen Dollar geflossen....

 >> Mehr

22.11.2011 von Thomas Angeli

Wikipedia- Quelle oder Falle für JournalistInnen

Wer die Verlässlichkeit von Wikipedia als Quelle einschätzen will, braucht mehr als «Common sense». Das zeigte eine investigativ-Veranstaltung mit Wikipedia-Mitarbeiter Nando Stöcklin.

Bei welchem der folgenden drei Artikel in Wikipedia ist die Wahrscheinlichkeit am grössten, dass die Fakten stimmen? Beim Text über Unterhaltungspromi Michelle Hunziker, demjenigen über den ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush oder bei einem Text über einen ETH-Professor? 

George W. Bush dürfte wegfallen, denn in Wikipedia kann sich jedermann als Online-Enzyklopädie-Schreiber beteiligen – und...

 >> Mehr

04.11.2011 von Team investigativ.ch

Service-Club für Rechercheure

Praktiker für Praktiker. Das ist die Idee hinter investigativ.ch, dem Recherche-Netzwerk der Schweizer Journalistinnen und Journalisten. Darum haben wir diese Website zum Kompetenzzentrum für Recherche aufgebaut.

Hier finden Mitglieder praktische Tipps und Tricks und eine Plattform für den Austausch von Erfahrungen. Rund zwei Dutzend Leute stehen hinter der Website, die vom gleichnamigen Verein betrieben wird.

Aber diese Plattform braucht die Mitarbeit aller Interessierten. Je mehr ihr Wissen teilen, desto besser werden die Recherchen und damit die Sendungen und Artikel. Darum besteht überall die...

 >> Mehr

04.11.2011 von Peter Johannes Meier

Bekennerschreiben

Nicht recherchiert, nur an der Oberfläche gekratzt. Einem Lobbyisten auf den Leim gekrochen. Seien wir ehrlich: Das hätte wir besser gekonnt. Dummerweise haben wir es nicht gemacht.

Journalisten – selbst investigative – sind nicht selten überheblich, nicht frei von Neid und oft ziemliche Mimosen. Eher schlecht darum die Voraussetzung, sich eigene Fehler einzugestehen oder gar daraus zu lernen.

Ü...

 >> Mehr

02.11.2011 von Thomas Angeli

Die alte Tante und die neuen Medien

Der Gedanke war naheliegend. Ein 31-jähriger Banker, auf Facebook aktiv, könnte sich durchaus auch auf Twitter austauschen. Das jedenfalls dachte man offensichtlich in der Redaktion der «NZZ», als Anfang September die UBS meldete, ein Investmentbanker in London habe einen Verlust von zwei Milliarden Dollar verursacht.

Der Name des mutmasslichen Täters – Kweku Adoboli – war schnell durchgesickert, und so setzte man sich an der Falkenstrasse an den Computer. Und siehe da: Unter dem Username «KwekuAdoboli» fand sich tatsächlich ein Twitterer, noch dazu einer, der sich über Geldfragen äusserte. So schreibt besagter «KwekuAdoboli» von arbeitslosen Müttern, die pro Stunde 359 Dollar verdienten und erwähnt sein...

 >> Mehr

31.10.2011 von Alexandra Stark

Sind Quellen wirklich noch sicher?

Quellenschutz ist das oberste Gebot für investigative Journalistinnen und Journalisten. Die wenigsten allerdings arbeiten mit Tools, die die Sicherheit erhöhen könnten.

Journalisten schützen ihre Quellen. Die meisten Journalisten würden lieber ins Gefängnis gehen, als Informanten auffliegen zu lassen. Doch reichen ethische Prinzipien zum Schutz brisanter Information heute noch aus? Nein, schreibt der IT-Sicherheitsexperte Christopher Soghoian in der New York Times. Wie sicher Quellen und Informationen seien, hänge immer mehr auch von den Computer-Kenntnissen von...

 >> Mehr

14.10.2011 von Thomas Angeli

Recherchieren in den Zeiten nach Fukushima

Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat verspricht, «offen und transparent» zu informieren. Schön wär's.

Es hat jeweils etwas von einer Schulreise, wenn das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) zu einer Medienkonferenz einlädt, denn die Veranstaltungen der obersten Schweizer Atomaufsicht finden konsequent in Brugg statt. So pilgern denn die Journalistinnen und Journalisten aus Bern oder Zürich gemeinsam an die Industriestrasse 19 und quetschen sich dort in ein viel zu kleines...

 >> Mehr