24.01.2012 von Peter Studer
Beugehaft für Journalisten
Der Fall Nef wird um ein Kapitel reicher: Das Zürcher Obergericht will den Journalisten Karl Wild per Beugehaft zur Aussage zwingen - ein rechtliches Unikum, das einer alten Zürcher Strafprozessordnung zu verdanken ist, die nur noch für Verfahren gilt, die vor Januar 2011 eingeleitet wurden.
Um Thomas Haslers Artikel Journalist droht Beugehaft im TA vom 23. Januar 2012 ist eine gewisse Unruhe entstanden. Kehren wir zurück zu den frühmodernen Tatbeständen der brachial erzwungenen Zeugnisabgabe? Es geht um den "Fall Hafner". Ein bekannter Detektivkadermann der Zürcher Stadtpolizei, Fredi Hafner, war am 2. 4. 2009 vom Einzelrichter des Bezirksgerichts Zürich verurteilt worden, das Amtsgeheimnis verletzt zu haben. Indizien liessen "mit einer gewissen... >> Mehr
16.12.2011 von Peter Johannes Meier
Ethik für den Hosensack
Den Schweizer Presserat gibt es jetzt auch für den Hosensack. Sein gesammeltes Wissen lässt sich als App auf das Handy laden und ist fortan bei jeder Recherche mit von der Partie. Der gute Rat ist gratis, kann für 20 Franken aber auch als Buch gekauft werden.
«So arbeiten Journalisten fair»: Was der ehemalige Presseratspräsident Peter Studer und der langjährige Presseratssekretär Martin Künzi in ihrem Buch zusammengetragen haben, trägt den Untertitel «Was Medienschaffende wissen müssen». Und seien wir ehrlich: Wer weiss schon, was es mit den elf «Pflichten», sieben «Rechten» und 40 «Richtlinien» schon wieder auf sich hat?
Die beiden Autoren verzichten zum Glück darauf, diese zu dozieren. Viel mehr legen sie einen Ratgeber entlang... >> Mehr
25.11.2011 von Thomas Angeli
Wie es sein könnte: «The Proxy Platform»
Monatelang haben die Mitglieder des «Organized Crime and Corruption Reporting Project» über das organisierte Verbrechen in Osteuropa recherchiert. Das Ergebnis ist eindrücklich.
Es begann mit einem Streit unter Geschäftspartnern. Im Jahr 2008 zeigte ein rumänischer Pneuhändler drei Partner an, weil sie ihn angeblich über eine Offshore-Gesellschaft names Tormex um rund 437 000 Dollar betrogen haben sollen. Bei der Untersuchung entdeckten die Behörden allerdings wesentlich grössere Beträge. Allein über ein Tormex-Konto in Lettland waren über 680 Millionen Dollar geflossen. Dabei besass die Firma weder Büroräumlichkeiten noch Angestellte.
Das... >> Mehr
22.11.2011 von Thomas Angeli
Wikipedia- Quelle oder Falle für JournalistInnen
Wer die Verlässlichkeit von Wikipedia als Quelle einschätzen will, braucht mehr als «Common sense». Das zeigte eine investigativ-Veranstaltung mit Wikipedia-Mitarbeiter Nando Stöcklin.
Bei welchem der folgenden drei Artikel in Wikipedia ist die Wahrscheinlichkeit am grössten, dass die Fakten stimmen? Beim Text über Unterhaltungspromi Michelle Hunziker, demjenigen über den ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush oder bei einem Text über einen ETH-Professor?
George W. Bush dürfte wegfallen, denn in Wikipedia kann sich jedermann als Online-Enzyklopädie-Schreiber... >> Mehr
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Service-Club für Rechercheure
Praktiker für Praktiker. Das ist die Idee hinter investigativ.ch, dem Recherche-Netzwerk der...
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Bekennerschreiben
Nicht recherchiert, nur an der Oberfläche gekratzt. Einem Lobbyisten auf den Leim gekrochen. Seien...
Internationaler Handel mit Kleinwaffen
Der internationale Waffenhandel wird vorschnell mit den Exporten aus einem Herstellerland in ein...
Höllenengel und andere Rockergangs
In den vergangenen Jahren haben Schweizer Journalisten ausgesprochen viel über die Hells Angels...


