Inhalt des Newsletters

  1. Veranstaltungen
  2. Mitmachen
  3. Weiterbildung
  4. Nachrichten
  5. Worth reading

 

 

1. Veranstaltungen

Unsere nächste Veranstaltung: Fälschungen erkennen

Wie erkennt man gefälschte Dokumente?

Am Donnerstag, 7. März, führt uns Gregor Spuhler vom Archiv für Zeitgeschichte der ETH Zürich in die Kunst, Fälschungen zu erkennen, ein. Und natürlich lernen wir dabei das Archiv kennen: Das Archiv für Zeitgeschichte macht mit seinen Dokumentationsstellen heute rund 500 Nachlässe, Archive von Institutionen, Zeitzeugnisse zur oral history und weitere Quellensammlungen zu einem breiten Themenspektrum von den 1920er Jahren bis in die Gegenwart zugänglich.

Wann: Donnerstag, 7. März 2013, 18.30 Uhr

Wo: Archiv für Zeitgeschichte, Hirschengraben 62, Zürich

Wer: für alle Mitglieder gratis. Für weitere interessierte Journalist/innen und Mediendokumentalist/innen: Unkostenbeitrag 20 Franken. Anmeldung wie (fast) immer nicht nötig. 

 

Leute aufstöbern und Biografien überprüfen

Mittwoch, 10. April, 18.30 Uhr, Zürich.

TV-Sendungen wie Vermisst (RTL) rühren ein Millionenpublikum zu Tränen: Jahrzehntelang getrennte Familien finden wieder zusammen. Hinter den grossen Emotionen stecken monatelange Recherchen. Der Journalist Alexander Wenger hat für diverse TV-Formate gearbeitet und zeigt an einem Fallbeispiel, wo und wie sich in der Schweiz personenrelevante Informationen aufstöbern lassen.

Die Schweiz ist ein Datenparadies. Doch man muss wissen, wo sich die Informationen verstecken. Was sammeln Steueramt, Zivilstandsamt oder Einwohnerkontrolle – und auf welche Informationen hat man Anspruch? Welche Archive und Datenbanken helfen bei der Personenrecherche?

Alexander Wenger erläutert eine personenbezogene Recherche am Fall Herbert (50), dessen Vater er aufstöberte. Er erzählt von den Strategien des Boulevard-Journalismus und was sich davon nutzbar machen liesse für andere Recherchefelder.

Wann: Mittwoch, 10. April, 18.30 Uhr

Wo: Beobachter, Förrlibuckstr. 70, Zürich

Wer: Für alle Mitglieder von investigativ.ch gratis. Weitere interessierte Journalist/innen und Mediendokumentalist/innen: Unkostenbeitrag 20 Franken.

Anmeldung wie (fast) immer nicht nötig.

 

Datum vormerken: Generalversammlung 2013

Freitag, 31. Mai 2013, 17. 30 Uhr, Zürich

Unsere 3. ordentliche Generalversammlung findet Ende Mai statt. Stimmberechtigt sind alle Mitglieder. Eine Einladung mit Traktandenliste folgt.

Anschließend an den offiziellen Teil der GV ist Franz Fischlin (Tagesschau, SRF) zu Gast. Fischlin berichtet uns über den von ihm mitbegründeten Verein investigate!. investigate! wurde von Journalisten und von CNN International initiiert und will investigativen Journalismus über internationale Zusammenhänge unterstützen. (siehe auch unseren Blogbeitrag vom 15. Oktober 2012).

 

Jahreskonferenz Netzwerk Recherche: Wer fährt mit?

Freitag 14. / Samstag 15. Juni 2013, Hamburg

Auch dieses Jahr fahren wieder einige investigativ.ch-Mitglieder an die Jahreskonferenz unserer deutschen Schwesterorganisation Netzwerk Recherche. Nach Möglichkeit organisieren wir gemeinsame Reise und Unterkunft. 

Wer fährt mit? Bitte melde dich bei Dominique Strebel, dominique.strebel@gmx.ch, 079 588 90 68!

 

Gut besuchter 1. Schweizer Recherchetag

Im Januar fand am MAZ der 1. Schweizer Recherchetag statt. Für alle, die nicht dabei sein konnten: Zusammenfassungen der Vorträge finden sich hier.

 

weitere Veranstaltungen...

... wie immer unter: http://www.investigativ.ch/agenda.html.

  

2. Mitmachen

Neu: Unsere Mailinglist

Seit Januar ist unsere Mailinglist aktiviert. Sie hat das Mitgliederforum abgelöst. 

Mails an investigativ@lists.investigativ.ch werden an alle Mitglieder der Mailinglist weiter geleitet – allerdings nur, wenn der Absender ebenfalls Mitglied ist. Wer bis Ende 2012 bereits investigativ.ch-Mitglied war, wurde automatisch auch Mitglied der Mailinglist; Neumitglieder können sich hier anmelden: http://www.investigativ.ch/mailinglist.html. Achtung: Wer mehrere E-Mail-Adressen besitzt, muss für die Mailinglist die Adresse verwenden, mit der er/sie als investigativ.ch-Mitglied gemeldet wird.

Bleiben Sie in einer Recherche stecken, suchen jemanden, der in einem ähnlichen Feld schon Erfahrungen gesammelt hat, möchten Rechercheerfahrungen teilen usw.: Dann ist die Mailinglist der richtige Ort dafür!

Beiträge des alten Forums werden hier archiviert; das Archiv der Mailinglist befindet sich hier.

 

Das Forum zum Recherchebuch

Ende 2012 ist das Handbuch «Recherche in der Praxis» von Catherine Boss und Dominique Strebel erschienen. Weil Recherchepraktiken sich verändern, weil kein Handbuch je erschöpfend sein kann und weil sich auch in gut gemachten Büchern Fehler finden, haben wir ein Forum zum Buch eingerichtet. Ergänzungen, Anregungen, Fragen, Korrekturen können hier gepostet werden!

 

3. Weiterbildung

Politischer Datenjournalismus an der Uni Zürich

Das Institut für Politikwissenschaft der Universität Zürich bietet den Themenschwerpunkt «Politischer Datenjournalismus» an – im kommenden Herbstsemester unter anderem mit einem Seminar «Datenjournalismus und Open Data» mit Michael Hermann, Politgeograf, und Alexandra Stark, MAZ-Studienleiterin und investigativ.ch-Mitglied, als Dozierenden.

Weitere Informationen hier.

 

4. Nachrichten

Investigativjournalismus in Italien: neues Projekt

Italien hat ein neues Projekt für investigativemn Journalismus: das Investigative Reporting Projekt Italy (IRPI). Zu den Gründern gehören acht investigative Print- und TV-Reporter, Video- und Datenjournalisten. 

Bereits länger existiert die Associazione di Giornalismo Investigativo.

> Unsere Links zu den Investigativjournalismus-Organisationen weltweit.

 

Twitter-Archiv der Library of Congress

Wer twittert, sollte künftig noch besser überlegen, was er schreibt. Denn Löschen wirkt nicht mehr. Zwar kann man auf Twitter nach wie vor löschen, aber alle (öffentlichen) Kurznachrichten ("Tweets") werden künftig von der Library of Congress (LoC) archiviert - derzeit sind das um 170 Milliarden Nachrichten. Soweit ein Whitepaper der Washingtoner Bibliothek, dass diesen Monat publiziert wurde.

Die Archivierung geschieht in Übereinkunft mit Twitter, die Suchmöglichkeiten werden aufgrund der vorhandenen Metadaten bedeutend detailreicher sein als bei Twitter selbst. Noch ist das Archiv nicht öffentlich nutzbar; der NNR wird weiter berichten.

Update on the Twitter Archive At the Library of Congress, January 2013
http://www.loc.gov/today/pr/2013/files/twitter_report_2013jan.pdf 

Update on the Twitter Archive at the Library of Congress by Erin Allen. – LoC Blog, 04.01.2013
http://blogs.loc.gov/loc/2013/01/update-on-the-twitter-archive-at-the-library-of-congress

The Library and Twitter: An FAQ by Matt Raymond. – LoC Blog, 28.04.2010
http://blogs.loc.gov/loc/2010/04/the-library-and-twitter-an-faq

Twitter Donates Entire Tweet Archive to Library of Congress by Matt Raymond. – LoC, 15.04.2010
http://www.loc.gov/today/pr/2010/10-081.html

Alle Tweets ab ins Archiv. Die Library of Congress archiviert 170 Milliarden Tweets. Das soll aber noch nicht alles sein. – Telepolis, 14.01.2013
http://www.heise.de/tp/blogs/4/153480

(Nachricht übernommen von Netzwerk Recherche)

 

«Krautreporter»: Crowdfunding für Journalist/innen

Neue Crowdfunding-Plattform: «Wir wollen Journalismus ermöglichen»

Reporter, Fotografen und Dokumentarfilmer können auf dem Portal Krautreporter Geld einsammeln. Eine Chance auch für den Lokaljournalismus? 

http://www.newsroom.de/news/detail/$HVIUHRFNGMJN/neue_crowdfunding-plattform_wir_wollen_journalismus_ermglichen

 

Lobbyplag.eu spürt Lobbyismus auf

Plagiatssuche im Internet zeitigt Ergebnisse, das ist allgemein bekannt. Nicht nach Dissertationen, sondern nach Gesetzentwürfen schaut jetzt das neue Projekt Lobbyplag.eu.

Es wurde in einer "Hauruck-Wochenend-Aktion" von OpenDataCity zusammen mit Richard Gutjahr entwickelt. Der Zweck ist, nachzuweisen, wie massiv sich die Textbaustein-Ghostwriting-Vorschläge der Lobbyisten in den Gesetzesentwürfen des EU-Parlament wiederfinden. Der kurzen Entwicklungszeit geschuldet sind noch nicht alle Funktionen fertig und es müssen noch Dokumente nachgepflegt werden - aber der Anfang ist gemacht.

Aktuell wird ein heiss umkämpftes, jedermann betreffendes Thema fokussiert, nämlich die Europäische Datenschutz-Verordnung. Lobbyplag ist als Crowdsourcing-Plattform angelegt. Das Ziel ist, kurz vor den bevorstehenden Ausschüssen und der eigentlichen Abstimmung im Parlament alle eingebrachten Gesetzesvorlagen durchleuchten und auf ihre Urheberschaft hin überprüfen.

LobbyPlag: Die Copy & Paste-Gesetzgeber aus Brüssel

Von Richard Gutjahr. – 10.02.2013

Facebook vs. Europe hat händische Auswertungen gemacht:
http://www.europe-v-facebook.org/DE/de.html
http://www.europe-v-facebook.org/IMCO_pub_de_ON.pdf

http://www.europe-v-facebook.org/IMCO_pub_de_ON.pdfGegen die Copy-Paste-Politik
Zeit online, 11.02.2013

(Nachricht übernommen von Netzwerk Recherche).

 

Innovation Medialab von Vocer – Exzellenzinitiative für Nachwuchsjournalisten

Ende der Bewerbungsfrist: Do., 14. März 2013.

Vocer startet eine Exzellenzinitiative für Nachwuchsjournalisten, die sich mit Innovationen im Medienbereich befassen wollen. Interessenten können sich um ein sechsmonatiges Stipendium des Vocer Innovation Medialab in Höhe von jeweils 3.000 Euro bewerben. In diesem Zeitraum erhalten die Stipendiaten die Möglichkeit, in Kooperation mit Medienpartnern und unter professioneller Anleitung in innovativen Praxisprojekten zu experimentieren.

Bewerben können sich Medienmacher zwischen 20 und 39 Jahren aus allen Bereichen (freie Journalisten, Redakteure, Programmierer, Web-Designer, Medienökonomen) mit mindestens einem Jahr Berufserfahrung. Aussagekräftige Arbeitsproben sind erwünscht. Den Willen, sich an einem innovativen Projekt zu beteiligen, sollten Bewerber in einem Motivationsschreiben darlegen.

Weitere Informationen und Kontakt: http://carolin-neumann.de/wp-content/uploads/Pressemitteilung_VOCER_Innovation_Medialab_2013.pdf  

 

5. Worth Reading

Pressefreiheit: Journalisten auf Abwegen von Brendan O’Neill

«Als Antwort auf die Frage „Gibt es zu wenig investigativen Journalismus?“ würde ich sagen: Nein. Es gibt heutzutage viel investigativen Journalismus, das Problem dabei ist, dass ein großer Teil davon nicht besonders gut ist. Im Vergleich zum investigativen Journalismus der Vergangenheit endet es oft damit, dass die Wahrheit eher verzerrt wird, anstatt in eine erhellende öffentliche Debatte zu münden», schreibt Brendan O’Neill, Chefredakteur des britischen Magazins Spiked. Der Artikel erschien auf deutsch im Magazin NovoArgumente.

O’Neill sieht den investigativen Journalismus als Opfer von konspirativem Denken, Kreuzrittermentalität und Konformismus der Journalist/innen. Eine streitbare These – interessant zu lesen ist sie allemal.

 

Politik und Publizistik : Das Amalgam

Wer übernimmt eigentlich die Deutungen von wem: Publizisten von Politikern oder Politiker von Publizisten? Das ist kaum zu sagen. Die beiden Sphären sind verschmolzen.

Von Volker Zastrow. – Faz.net, 28. Januar 2013

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/politik-und-publizistik-das-amalgam-12040680.html