Zürich, 9. März 2015

 

 

Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde des investigativen Journalismus

Der Vorstand von investigativ.ch hat für die nächsten Monate wiederum diverse Veranstaltungen zum Thema journalistische Recherche geplant. Es freut uns, möglichst viele von euch an diesen Abenden zu treffen.

Wenn immer jemand eine Idee für eine Veranstaltung oder einen Wunsch hat, melde er oder sie sich doch bitte bei der Geschäftsstelle: kontakt@investigativ.ch oder 044 586 39 23. 

Zu den interessantesten internationalen Veranstaltungen dieses Jahr gehört die Jahreskonferenz des Netzwerks Recherche in Hamburg am 3./4. Juli und die Global Investigative Journalism Conference im norwegischen Lillehammer am 8. bis 11. Oktober. Wer zu einer dieser beiden Veranstaltungen reisen will und daran interessiert ist, Reise und/oder Unterkunft mit Kolleg/innen aus der Schweiz gemeinsam zu organisieren, melde sich ebenfalls bei der Geschäftstelle! kontakt@investigativ.ch 

Und bitte beachtet: Unsere ordentliche Mitgliederversammlung findet dieses Jahr am Mittwoch, 6. Mai statt – nicht wie ursprünglich angekündigt am 13. Mai!

 

 

Goldener Bremsklotz 2015

Zum 2. Mal vergibt investigativ.ch an der diesjährigen GV am 6. Mai den Goldenen Bremsklotz an die Person oder Organisation, die sich im vergangenen Jahr besonders um die Informationsverhinderung verdient gemacht hat. 

Auch diesmal konnten unsere Mitglieder wieder haarsträubende Fälle von Informationsverhinderung berichten. Zehn Kandidaten sind vorgeschlagen worden. Aus ihnen trifft der Vorstand von investigativ.ch eine Vorauswahl. Ende März erhalten alle Vereinsmitglieder die Shortlist mit den Begründungen sowie den Stellungnahmen der Nominierten. Alle Mitglieder dürfen abstimmen, wer die Trophäe erhält und die Nachfolge des Bundesamts für Landwirtschaft, des Preisträgers 2014, antritt.

 

 

 

 

Veranstaltungen

1. Eigene Veranstaltungen:

Mittwoch, 6. Mai, Zürich: 5. ordentliche Mitgliederversammlung mit Verleihung des Goldenen Bremsklotzes 2015

Mittwoch, 27. Mai, Zürich: Erzählcafé Recherchen zum Mammographie-Screening, mit Catherine Riva, freie Medizinjournalistin

Montag, 8. Juni, Chur: Workshop Betreibung und Konkurs

Mittwoch, 24. Juni, St. Gallen: Leute zum Reden bringen: So fragen Staatsanwälte. Workshop mit Staatsanwalt Christoph Ill

weitere Veranstaltungen folgen!

 

2. weitere interessante Veranstaltungen anderer Anbieter

8. bis 10. Mai, Brüssel: Dataharvest, The European Investigative Journalism Conference

3. / 4. Juli, Hamburg: Jahreskonferenz Netzwerk Rechreche

8. bis 11. Oktober, Lillehammer (Norwegen): Global Investigative Journalism Conference

 

Informationen zu diesen und weiteren Veranstaltungenhttp://www.investigativ.ch/agenda.html

 

 

Nachrichten

1. Öffentlichkeitsprinzip für Graubünden

Nachdem Luzern 2014 eine Vernehmlassung zum Öffentlichkeitsprinzip durchgeführt hat und dessen Einführung nur noch eine Frage der Zeit sein dürfte, schwindet die Zahl der Kantone, die nach wie vor am Geheimhaltungsprinzip festhalten. Dazu gehört nach wie vor Graubünden, dessen Kantonsrat sich lange gegen mehr Transparenz wehrte. Nachdem der Wind vergangenes Jahr aber plötzlich gedreht hat, hat die Regierung nun im Auftrag des Kantonsrats einen Gesetzesentwurf ausgearbeitet. Dieser ist nun und noch bis zum 24. April in der Vernehmlassung. investigativ.ch beteiligt sich mit einer eigenen Stellungnahme an dieser Vernehmlassung.

 

2. Chadidscha Ismajilowa

In unserem letzten Newsletter vom 19. Dezember haben wir über die aserbaidschanische Investigativjournalistin Chadidscha Ismajilowa berichtet, die nach Drohungen von Regierungsvertretern verhaftet wurde. Nach drei Monaten sitzt sie – wie weltweit zahlreiche Kolleg/innen – nach wie vor in Haft. 

> Blog von Radio Free Europe zu Chadidscha Ismajilowa

 

3. Research paper on global data journalism investigations

Oxford / Journalismfund.eu – The Reuters Institute for the Study of Journalism published a study on global database investigations. The study looks at three important cases.

With globalisation, politics and crime have gone global as well, and that calls for a journalistic response. French data journalist Alexandre Léchenet, who is finalising a fellowship project at the Reuters Institute for the Study of Journalism, illustrates that cross-border investigations can offer a solution.

> more information

> download the research paper

 

4. Applications for grants for cross-border investigations

The Journalismfund.eu's third application round of 2015 has its deadline on June 2nd at 11.59 pm Brussels time. Journalists with good ideas for European cross-border stories can submit their applications for a working grant until then.

The working grants are Journalismfund.eu's main way of supporting in-depth quality journalism in Europe. Teams of at least two journalists from at least two different European countries can apply. After the application deadline, an independent jury evaluates all the applications and allocates the working grant. Read the rules for application and eligibility criteria carefully before applying.

The money for this application round comes from the Open Society Foundation.

Supported stories that have been published so far include The Migrants Files, a big data journalism project published simultaneously in six countries, Generation E, a crowdsourced project about Southern European expats in Europe, and In the Name of the State, an investigation into illegal arms trafficking in the Balkans during the Yugoslav Wars that resulted in a trilogy of investigative journalism books.